Christel Riepe
Fragmente – Geschichten von früher
Je älter ich wurde, umso mehr wurde mir bewusst, dass ich kaum etwas über die jungen Jahre der älteren Mitglieder meiner Familie erfahren hatte. Selbst sprachen sie wenig darüber.
Als Kind kam ich nicht auf die Idee, dass Oma und Opa auch einmal junge Hüpfer gewesen waren. Sie nach ihrer Kindheit und Jugendzeit zu fragen, habe ich verpasst – nun sind alle fort.
Die alten Geschichten, an die ich mich erinnere, wollte ich für meine Kinder festhalten. Vieles von dem, was ich noch weiß, habe ich also aufgeschrieben. Mir lag nichts daran, alles chronologisch “von der Wiege bis zur Bahre” zu erzählen, auch lässt sich manches nicht mehr in die richtige zeitliche Abfolge einordnen.
Jede Geschichte kann somit für sich allein gelesen werden, steht aber letztlich auch im Zusammenhang mit den anderen. Es sind Fragmente, Einzelteile, die aber zusammen einen Eindruck vom Ganzen vermitteln, von der Nachkriegszeit in einer Kleinstadt.